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your perfect day - Ihr Hochzeitsplaner
Braut & Bräutigam, Hochzeitsplaner in Bern
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just NOW, Februar/März 2009

Man traut sich!

Für längere Zeit waren Hochzeiten eher unpopulär. Man schien sich nicht mehr auf den «Bund fürs Leben» einlassen zu wollen – ob das nun mit der in die Höhe schnellenden Scheidungsrate, oder mit der Steuerproblematik in Zusammenhang stand, sei einmal dahin gestellt. Denn diese Zeiten sind vorbei: Man traut sich wieder!

An den Hochzeitsmessen zeigte sich, dass wieder mehr Paare den Schritt zum Alter wagen. Die Messen wurden regelrecht gestürmt. Sowohl die Basler MariNatal, als auch die Zürcher Hochzeitsmessen freuten sich an den Besucherzahlen, so die Resonanz in der Presse.

Für das kommende Jahr gibt’s laut Berichten folgende Trends auszumachen: Weisse Kleider verdrängen das Elfenbein und die allgemeine Orientierung der Modewelt an der Romantik bringt das zarte Rosé zurück an die Feste. Auch der Schleier freut sich an einem zweiten Frühling.

Für unseren Spezialbericht über Hochzeiten haben wir bei zwei renommierten Hochzeitsplanerinnen und den Gründerinnen des VUSH, dem Verband unabhängiger Schweizerischer Hochzeitsplaner, nachgefragt, wie ihre Erfahrungen mit Trends, Planung und Finanzen sind.

Trends
Die Hochzeitstrends 2009 sind weiterhin vielseitig und individuell, obschon sich eine Tendenz zur traditionellen Feier zeigt. «Die Brautleute wollen weg von Verkleidungen. Authentizität und Natürlichkeit sind ihnen wichtig. Das bedeutet keineswegs den Verzicht auf Romantik!

Die Prinzessinnen sind modern und gestylt.» Auch die Männer setzen vermehrt auf Natürlichkeit, was daran ersichtlich ist, dass sie zu Anzügen greifen, die auch im Alltag funktionieren.

Dass am schönsten Tag des Lebens aber niemand die romantische Stimmung aufgeben möchte, wird dadurch gezeigt dass trotz der Abnahme der kirchlichen Hochzeiten der Griff zum weissen Kleid wieder beliebt ist: «Bei den Damen ist inzwischen auch für die zivile Hochzeit weiss oder zumindest crème im Trend.»

Bezüglich Lokalitäten für die Feierlichkeiten sind die Vorstellungen und Bedürfnisse sehr unterschiedlich. Aber auch hier gibt es Klassiker: Zeitlos beliebt zu sein scheinen Schlösser und elegante Gasthäuser. Yvonne Hochheuser weist darauf hin, dass die Paare vermehrt Lokale suchen, die auch Übernachtungsmöglichkeiten bieten. «So kann über das ganze Wochenende gebührend gefeiert werden.»

Evelyne Schärers Erfahrungen zeigen, dass gerade anspruchsvollere Paare sich Veranstaltungsorte wünschen, an denen nicht schon etliche Hochzeiten stattgefunden haben. «Sie wollen in neuen, gestylten Locations feiern, in denen nicht schon Hunderte von Hochzeiten stattfanden.»

Immer wichtiger ist aber die Nähe der Örtlichkeiten der Feier und der Trauung. Die Transporte, auch wenn es in diesem Bereich viele Optionen gibt, werden als eher lästigen Unterbruch empfunden und liegen gar nicht mehr im Trend.

Ein weiterer Klassiker, der sich explizit im Sommer an Beliebtheit erfreut, ist die – zumindest teilzeitliche – Hochzeit im Freien. Gerade die Nähe zum See als schöne Szenerie wird geschätzt. Ausgefallene Adventure-Hochzeiten auf Bergspitzen oder unter Wasser sind selten ein Thema. Eleganz ist ein «must»: «Den meisten Paaren, auch denen die sich unkonventionelle Festlichkeiten wünschen, ist die Hochzeit auf dem Bauernhof oder ähnlichem dann doch zu rustikal.»

Schweizweite Unterschiede?
Evelyne Schärer weist darauf hin, dass die unterschiedlichen Vorstellungen und Wünsche wenig vom Wohnort abhängen. «Wir sind in der ganzen Schweiz, sowie in Österreich tätig. Die Individualität wird schweizweit überall grossgeschrieben, so dass der Zusammenhang zwischen Herkunft des Brautpaares und Trends minimal ist. Österreich allerdings unterscheidet sich dann doch.»

Auch Yvonne Hochheuser empfindet diese Unterschiede als eher klein, ergänzt aber noch, dass Brautpaare aus eher ländlichen Gegenden zu traditionelleren Abläufen neigen. «Sie sind vielleicht tendenziell vermehrt interessiert an Tischordnungen, Anstecknadeln und Gästedarbietungen, was bei den Paaren aus den Städten weniger bedeutsam ist.»

Paare, bei denen die Partner aus verschiedenen kulturellen Hindergründen kommen, möchten dies oft in die Feierlichkeiten einflechten. Beide Partner wünschen sich, ihre Herkunft zu thematisieren. So werden Traditionen aus den jeweiligen Kulturen eingebunden und vereinigt.

Planung
Schweizer Paare wollen an ihrem schönsten Tag im Leben nichts dem Zufall überlassen. Sie bereiten sich meist sehr detailliert und langfristig vor, was auch durch die Hochkonjunktur an den Hochzeitsmessen bestätigt wird. Dort sammeln die Paare Ideen, oder geben ihrem persönlichen Fest noch den letzten Schliff, in dem sie eine Vielfalt renommierter Goldschmiede, Floristen, Catering-Services, oder Brautmodegeschäfte kennen lernen. Romantische Stimmung ist da weniger vorhanden, denn die Entscheidung, den Schritt zum Altar zu wagen, treffen Frau und Herr Schweizer meist lange im Voraus: Im Schnitt dauert die Hochzeitsplanung rund ein Jahr.

Mit der Vielfalt an Möglichkeiten aber wird der Organisationsmarathon für die Hochzeitspaare immer intensiver, so dass es nun auch in der Schweiz immer populärer wird, einen Weddingplaner zu engagieren. Viele Brautleute entscheiden sich aus Mangel an Zeit, oder spezifischen Vorstellungen und fehlenden Anlaufstellen dazu, einen Profi herbeizuziehen. «Die Ansprüche sind klar gestiegen und die Kunden haben immer weniger Zeit. Zudem möchten sie den grossen Aufwand auch den Trauzeugen nicht zumuten. Professionelle Unterstützung ist der beste Weg um Zeit, Nerven und auch Geld zu sparen.»

Es gibt auch Paare, die mit den Vorbereitungen beginnen, dann aber von den Möglichkeiten und Angeboten überrollt werden. «An seinem eigenen grossen Tag will man, dass es perfekt läuft. Aber wie soll man auch die Stecknadel im Heuhaufen finden, wenn man damit wenig Erfahrung hat?»

Am Hochzeitstag selber zeigen sich dann noch weitere Vorteile der Konsultation eines Weddingplaners. Wenn die Trauzeugen, oder gar die Brautleute selbst, ständig mit Organisatorischem belastet werden, vergeht die Festlaune wohl bald. Auch unseriöse Planung kann einen solchen Tag zerstören – selbst wenn ein vermeintlicher Profi hinzugezogen wurde.

Deshalb wurde inzwischen von Evelyne Schärer und Yvonne Hochheuser ein Prüfungsverein unabhängiger Hochzeitsplaner gegründet. Der Verein strebt eine fundierte Qualitätskontrolle an: «Gerade in diesem aufstrebenden Geschäft mit den Hochzeiten gibt es Viele, die das schnelle Geld vor Augen haben und dann nicht seriös arbeiten.»

Der Verein VUSH (Verband unabhängiger Schweizerischer Hochzeitsplaner) macht es sich einerseits zum Ziel, den Brautleuten eine Anlaufstelle zu bieten, bei der sie sich über einen gewissen Qualitätsstandard sicher sein können. Zum anderen fördert der Verband natürlich auch das Networking unter den einzelnen Hochzeitsplanern. So erhalten auch die beitretenden Hochzeitsplaner die Gelegenheit, sich vermehrt auszutauschen und weiterzubilden.

Finanzen
Wer heiratet, der greift tief in die Tasche – das ist nichts Neues. Alleine für die Ausstattung der Braut könnte man gute Ferien machen und die Kleider werden immer teurer. Erfahrungen zeigen, dass viele Bräute zwischen 1500 und 3000 Franken für ihre Hochzeitskleider ausgeben.

Dazu kommen natürlich etliche weitere Ausgaben. Für die meisten Paare sind folgende Elemente unerlässlich:

  • Die unvergessliche Trauungszeremonie, die sich in den Gesamtplan einfügt.
  • Passende Lokalitäten für Apéro und gediegenes Festmahl
  • Ansprechende Dekoration mit Blumen
  • Musikalische Unterhaltung meist in Form einer Band, oder eines DJs.
  • Der romantische Hochzeitstanz
  • Die Hochzeitstorte
  • Einladungs- und Dankenskarten
  • Eine Form von Hochzeitsreise
  • Ein einmaliges Auftreten: Traumhaftes Kleid, Make-Up, zauberhafte Frisur und Hochzeitsbouquet für die Dame und schöner, passender Anzug für den Herren.
  • Und, man würde es der Selbstverständlichkeit wegen fast vergessen: Eheringe.
Diese Posten summieren sich natürlich – auch im Organisationspotential. Mit der Zahl der Gäste steigen dann sowohl die organisatorischen, als auch finanziellen Kosten noch einmal. Wie viel kostet die Hochzeit mit 100 Gästen denn eigentlich summa summarum, frage ich ahnungslos? «100 Gäste», sagt Yvonne Hochheuser, «sind für Schweizer Verhältnisse eigentlich überdurchschnittlich viel. Es ergeben sich auch vermehrt Probleme, elegante Locations zu finden. Für eine solche Hochzeit im traditionellen Stil müsste man sicher gut und gerne 35 000 CHF budgetieren. Hochzeitskleider, Ringe und Styling nicht mitgezählt.» Auch Evelyne Schärer meint dazu: «Mit vielen Gästen ist die Hochzeit meist auch eher im oberen Segment anzusetzen. Ich wage einmal eine grobe Schätzung für eine gehobene Hochzeit, mit einer kirchlichen Trauung, die vom Apéro über das Galadinner zu den Kleidern und Styling, den Ringen, dem Fotografen und auch die Hochzeitssuite alles umfasst, von 70 000 CHF.»

Alter
Vielleicht liegt es ja daran, dass man selbst immer älter wird. Aber werden die Hochzeitspaare nicht wieder jünger? Sieht man nicht auch immer mehr junge Frauen mit Kinderwagen durch die Gegend spazieren?

«Der Altersschnitt bei unseren Paaren liegt bei 34 Jahren. Sie haben oft die ersten grösseren Schritte auf der Erfolgsleiter machen können und sind deshalb finanziell unabhängig, stehen allerdings unter grossem beruflichem Druck und entscheiden sich aus diesem Grund, für ihre Hochzeit einen Profi zu engagieren. » sagt Evelyne Schärer. Etwas breiter gefächert ist die Angabe Yvonne Hochheusers: «Ich würde sagen, die meisten Paare liegen im Alter zwischen 30 und 40 Jahren, wenn sie mich konsultieren.»

Willst Du…?
Die wichtigsten Punkte einer Hochzeit scheinen also eine exakte Planung zu sein, die einem von bösen Überraschungen bewahrt. Gerade Schweizer Paare wünschen sich eine detaillierte Vorbereitung. Dies, ob man nun eher zur traditionellen Feier neigt, oder sich ein ausgefalleneres Konzept ausdenkt. Nahezu alle individuellen Vorstellungen sind mit etwas professioneller Hilfe umsetzbar. Diese bringt entgegen vieler Erwartungen nicht zusätzliche Kosten, sondern sorgt eher für Einsparungen.

Dass eine Hochzeit nicht gratis ist, ist wohl jedem klar. Aber auch hier gilt es, zu planen und ein sinnvolles Budget zu erstellen. Gerade die finanzielle Angelegenheit ist mit einer fachmännischen Budgetierung meist noch einfacher zu regeln, als wenn man sich die Organisation selbst aufhalst. Dabei allerdings sollte man Vorsicht walten lassen: Obschon das boomende Hochzeitsgeschäft die einen freut, gibt es auch inkompetente Leute, die ausschliesslich Geld verdienen wollen. Vertrauen mag ja gut sein, Kontrolle – wenn es sie schon gibt – ist besser. Ganz besonders, wenn es der schönste Tag im Leben werden soll!

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