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Hochzeitsplaner in Luzern

Hochzeitsplaner in der Innerschweiz

Hochzeitsplaner in Luzern

Luzerner Rundschau | Nr. 44 | 29. Oktober 2009

Die Braut, die sich traut

Seit bald sechs Jahren unterstützen Hochzeitsplanerin Evelyne Schärer und ihre Mitarbeiterinnen heiratswillige Paare bei der Planung ihres grossen Tages. Wir haben mit Evelyne Schärer gesprochen.

Haben Sie schon einmal eine Hochzeit erlebt, wo Braut oder Bräutigam kurz vor dem grossen Tag kalte Füsse bekommen haben?
Es machen sich sicher alle nochmals Gedanken, ob es wirklich richtig ist, diesen grossen Schritt zu machen. Auch wenn die Scheidungsrate steigt, die Paare sind davon überzeugt, dass sie eine Entscheidung fürs Leben machen, sonst würden sie ja auch nicht Monate mit der Planung verbringen.
Zwei Hochzeiten wurden während der Planung bis jetzt (in bald sechs Jahren) abgesagt, beides Schnapszahlen-Hochzeiten. 7.7.2007 und 8.8.2008

Welches war die ungewöhnlichste Hochzeit, bei deren Vorbereitung Sie dabei waren?
Sicher sind Hochzeiten von Prominenten immer eine grosse Herausforderung. In der Regel muss die ganze Planung im Geheimen stattfinden und das erfordert andere Massnahmen als bei einer „normalen“ Hochzeit.
Super spannend waren die ersten Hochzeiten von Gleichgeschlechtlichen.

Weswegen braucht es eigentlich eine Hochzeitsplanerin?
In der Regel heiraten die Paare zum ersten Mal und haben deshalb einfach keine Erfahrung in Bezug auf Hochzeiten. Meist waren die Paare schon an Trauungen eingeladen und wissen, wie sie es sicher nicht haben wollen. Dass es so komplex ist und das es eben auch viele verschiedene Möglichkeiten für den perfekten Tag gibt, dass können wir den Paaren aufzeigen und sie begleiten.

Was genau machen Sie?
Als erstes versuchen wir herauszufinden, was das Brautpaar sich vorstellt. In den ganz wichtigen ersten Beratungsgesprächen ist auch schnell klar, dass selbst das Paar sich noch nicht über alle Möglichkeiten Gedanken gemacht hat. Es braucht ein Konzept wir der perfekte Tag aussehen soll und dann geht es daran, diesen umzusetzen. Ganz wichtig ist, dass es immer die Hochzeit vom Brautpaar bleibt. Meist wollen Familie und Freunde auch noch Ideen und Wünsche anbringen und haben eigene Vorstellungen.
Uns liegt stets am Herzen, dass es der Tag des Paares wird.

Welches sind die „Standards“, die am meisten bei Ihnen gefragt sind?
Die meisten Paare melden sich weil sie eine Location suchen. Leider ist keinem Paar geholfen, wenn wir Ihnen ein paar Adressen angeben. Ein Hochzeitstag oder eine sogenannte Destination Wedding braucht ein Konzept und ist sehr viel komplexer als man anfänglich glaubt. Unsere Paare möchten stets einen Ansprechpartner zu allen Themen rund um die Hochzeit. Sei es wenn es um die Einladungskarten geht oder die Deko, um Musik, die Unterhaltung oder das Essen und die Torte.

Wie kamen Sie auf die Idee, diesen Service anzubieten?
Ich war vor Jahren in Mexiko im Urlaub und habe dort eine Hochzeitsplanerin bei der Arbeit gesehen. Meine eigene Hochzeit hat mir dann sehr schnell gezeigt, dass man die Vorbereitungen echt nicht unterschätzen darf. Da ich selber schon grosse Events geplant hatte, bin ich davon ausgegangen, dass ich diesen Tag locker organisieren und managen kann. Leider war dem überhaupt nicht so und ich freue mich sehr, dass unsere Bräute nicht die gleichen Fehler machen wie ich sie gemacht habe.
Aber eben, es gibt ja zum Glück professionelle Hilfe.

Inwieweit hat der gleichnamige amerikanische Film mit Jennifer Lopez, den Begriff der Hochzeitsplanerin geprägt und die Nachfrage nach diesem Service angekurbelt?
Grundsätzlich ist der Film Gold wert für unsere Branche, obschon man sich natürlich nicht in den Bräutigam verlieben sollte.
Leider haben aber auch Viele das grosse Geld geschnuppert und wir kämpfen jetzt auch mit dem Verband Unabhängiger Schweizerischer Hochzeitsplaner (www.vush.ch) für diese Branche. Die Paare sind oft zu gutgläubig und vertrauen vielleicht viel zu schnell jemanden, der sich als Profi ausgibt.

Was kostet es im Schnitt, wenn man die Planung der Hochzeit in Ihre Hände legt?
Die Kosten bewegen sich im Rahmen von 10 – 15% des Budgets. Es kommt sehr auf die Bedürfnisse des Paares an. Wir halten es für wichtig und richtig, dass das Paar den eigenen Tag selber gestaltet, wir stehen einfach immer mit Rat und Tat zur Seite.

Interview: Jeannette Voltz

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