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Tagblatt der Stadt Zürich – Heiraten in der Toskana

Geheiratet wird am liebsten im Sommer in der Toskana

VIELE PAARE TRÄUMEN VON DER PERFEKTEN HOCHZEIT. VERMEHRT LASSEN SICH ZÜRCHER PAARE IN DER KIRCHE TRAUEN, DOCH DIE ANZAHL ZIVILRECHTLLICHER TRAUUNGEN ÜBERWIEGT NOCH IMMER KLAR.

Heiraten in der Kirche, im weissen Brautkleid, mit Gottes Segen, das ist es, was viele wollen, denn gemäss den neusten Zahlen wird wieder mehr kirchlich geheiratet – 1500 Paare geben sich im Kanton Zürich jedes Jahr das Jawort. Dabei konnte vor allem die katholische Kirche einen deutlichen Zuwachs bei den Eheschliessungen verbuchen. «Zwischen 2013 und 2015 haben sich die Trauungen verdoppelt», sagt Kerstin Lenz von der Katholischen Kirche im Kanton Zürich. Sie erklärt sich den Zuwachs mit den vielen Zuwanderern aus Südeuropa, «sie sind tendenziell stärker mit der Kirche verbunden.»

Die Zürcher Hochzeitsplanerin Evelyne Schärer sieht keinen Trend zur kirchlichen Hochzeit. «Jedes Paar hat andere Vorstellungen von der perfekten Hochzeit. Im Vergleich zu früher sind kirchliche Zeremonien heute aber weniger steif, die Pfarrämter haben sich geöffnet und bieten neue Versionen an, das macht es für viele Paare attraktiver.» So traut in Einsiedeln ein Zen-Mönch Paare.
Viele Heiratswillige wünschen sich den Hollywood-Moment, auch an der Hochzeitsmesse war dieser Trend spürbar. «Eine Ziviltrauung hat viel mit Pflicht zu tun, in der Kirche hat es mehr Platz für die Gäste, man hat schöne Musik, es ist festlicher», sagt Kerstin Lenz. Dennoch: noch immer gibt es doppelt so viele zivile Hochzeiten als kirchliche. Gerade Personen, die zum zweiten Mal heiraten, würden oft nicht noch einmal in die Kirche gehen.

Olivenbaum und Toskana

Bei Zürcher Hochzeitspaaren steht die Liebfrauenkirche in Unterstrass hoch im Kurs, aber auch das Grossmünster und das Barockkloster Rheinau. «Viele Paare, die heute heiraten, sind unterschiedlicher Konfession. Sie wünschen sich massgeschneiderte Zeremonien, die für beide stimmen», sagt Kerstin Lenz.
Wird im Wonnemonat Mai tatsächlich mehr geheiratet? Nein, sagen die Experten. «Die meisten Leute heiraten jedoch im Sommer, weil sie dann auf schönes Wetter hoffen», sagt Evelyne Schärer. Sie organisiert auffallend viele Hochzeiten in der Toskana. «Das ist es, was die Paare wollen, eine natürliche Hochzeit unter dem Olivenbaum, wo man im Freien essen kann. Die Zeit der Vintage-Hochzeit ist vorbei.» Sie ist sich sicher: der perfekte Tag lässt sich planen. Und die meisten Heiratswilligen planen ihn früh. Das Datum 18.8.2018 ist schon ausgebucht.
Doch auch wer in Zürich zivil heiratet, muss dies nicht nur im Stadthaus tun. Man kann auch – ganz unkonventionell – im Zunfthaus zur Waag, in der Weinschenke oder im Zoo Zürich Ja sagen. Allerdings ohne Musik – aus Rücksicht gegenüber den Tieren.

VON GINGER HEBEL

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